Was bedeutet „Leistungen auf Masterniveau“?

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Der Deutsche Qualifikationsrahmen definiert die Kompetenzen auf Masterniveau wie folgt:
Die Absolventinnen und Absolventen verfügen über Kompetenzen zur Bearbeitung von neuen komplexen Aufgaben- und Problemstellungen sowie zur eigenverantwortlichen Steuerung von Prozessen in einem wissenschaftlichen Fach oder in einem strategieorientierten beruflichen Tätigkeitsfeld. Die Anforderungsstruktur ist durch häufige und unvorhersehbare Veränderungen gekennzeichnet.
Im Einzelnen verfügen sie über umfassendes, detailliertes und spezialisiertes Wissen auf dem neuesten Erkenntnisstand in einem wissenschaftlichen Fach (entsprechend der Stufe 2 [Master-Ebene] des Qualifikationsrahmens für Deutsche Hochschulabschlüsse)

oder

über umfassendes berufliches Wissen in einem strategieorientierten beruflichen Tätigkeitsfeld und über erweitertes Wissen in angrenzenden Bereichen verfügen.
Sie verfügen ebenfalls über spezialisierte fachliche oder konzeptionelle Fertigkeiten zur Lösung auch strategischer Probleme in einem wissenschaftlichen Fach (entsprechend der Stufe 2 [Master-Ebene] des Qualifikationsrahmens für Deutsche Hochschulabschlüsse)

oder

in einem beruflichen Tätigkeitsfeld.

Sie können auch bei unvollständiger Information Alternativen abwägen, neue Ideen oder Verfahren entwickeln,  anwenden und unter Berücksichtigung unterschiedlicher Beurteilungsmaßstäbe  bewerten.

Sie leiten Gruppen oder Organisationen im Rahmen komplexer Aufgabenstellungen verantwortlich und vertreten ihre Arbeitsergebnisse.

Sie fördern gezielt fachliche Entwicklung anderer und führen bereichsspezifische und -übergreifende Diskussionen.

Sie definieren Ziele für neue anwendungs- oder forschungsorientierte Aufgaben unter Reflexion der möglichen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Auswirkungen, setzen geeignete Mittel ein und erschließen hierfür Wissen eigenständig.