Verfahren objektorientierter Softwareentwicklung

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Zu Beginn des Kurses werden Ziele und Kompetenzen festgelegt sowie das Abstraktionsprinzip eingeführt. Dabei geht es vorrangig um die Vereinfachung auf das Wesentliche, um Software zielgerichtet zu entwickeln. Anschließend soll mit der Vermittlung der Top-Down-Methode die Organisation komplexer Projekte im Team vereinfacht werden.

Nachdem die allgemeinen Grundlagen geschaffen sind, wird das Softwareparadigma OOP anhand von Beispielen eingeführt und mit Übungen sowie Testfragen vertieft. Es ist wichtig, dass diese Denkweise mit Objekten, ihren Aufgaben und Eigenschaften, nachvollzogen wird, damit durch Abstraktion Software nach OOP konzipiert und entwickelt werden kann. Darauf folgt eine konkrete Anwendung in Form des MVCs, um Applikationen nach innen entsprechend verschiedener Aufgaben (Darstellung der GUI – View, Verwaltung der Datenbank – Model) zu trennen, in Objekten zu implementieren und schlussendlich über ein weiteres Objekt zusammenzuführen (Controller). Dabei werden Aufgaben klar aufgeteilt und ermöglichen nach vorheriger, intensiver Planung und Konzeption, einen transparenten Entwicklungsprozess einer Applikation mit mehreren Personen.

Lernziele

  • Die Studierenden setzen das OOP-Paradigma zielgerichtet für die Entwicklung von Applikationen ein, können UML-Diagramme inkl. Methoden und Eigenschaften aufbauen und diese mit Python in einer geeigneten IDE implementieren.
  • Die Studierenden nutzen das MVC-Pattern, um eine Applikation in ihren einzelnen Aufgaben zu trennen.
  • Die Studierenden setzen das Abstraktionsprinzip sowie die Top-Down-Methode ein und können damit Anforderungen an eine Software in einzelne Bestandteile zerlegen.
  • Die Studierenden sind in der Lage, einen bestehenden Code um eigene Elemente zu erweitern, um den Funktionsumfang derselben auszubauen.

Inhalte

Einführung

Hier werden die grundlegenden Informationen (Arbeitsumgebung, OOP, MVC) vermittelt. Am Ende der Einführung soll anhand von verschiedenen Übungen sichergestellt werden, dass die Studierenden die Denkweise von OOP verinnerlicht haben.

Inputphase

In der Inputphase wird die Beispielapplikation in Form von Videotutorials vermittelt. Die Studierenden schauen dafür zunächst das Video eines Themas und arbeiten die Inhalte direkt in ihrer IDE mit. Nach jedem Video wird durch Übungsfragen der Lernfortschritt gesichert.

Projektphase und Kursabschluss

Die Projektphase wird durch eine Wiederholung der Top-Down-Methode sowie der Einführung des Wasserfallmodells angereichert. Anschließend werden einige Beispiele genannt, wie die bestehende Beispielapplikation oder ein eigenes Projekt entwickelt werden kann. Zudem wird vermittelt, wie die Dokumentation aufgebaut sein soll. Der Kurs wird mit der Abgabe der Applikation sowie der Dokumentation beendet.

 

Formales:

Das Modul I-1 ist ein Zertifikatsmodul im Studiengang Master of Education Berufliche Bildung im Fach Informatik.

Umfang: 6 LP

 

Prüfung: Das Modul wird mit der Durchführung und Dokumentation eines Projekts abgeschlossen.